Ausstellung im Museum Otto Schäfer
vom Donnerstag, 26. Dezember bis Sonntag, 19. Januar 2014,
Dienstag bis Samstag, 14:00-17:00 Uhr, Sonn- und Feiertage, 10:00-17:00 Uhr
 

Rückert märchenhaft
– Eine Ausstellung zum 200. Geburtstag von Rückerts Fünf Märlein

Ausstellung der Rückert-Gesellschaft e.V.,
des Stadtarchivs Schweinfurt und dem Museum Otto Schäfer.

Der Dezember 1813 sollte für Friedrich Rückert (1788-1866) und sein Werk in zweierlei Hinsicht von großer Bedeutung sein: Zum einen entstanden in jener Zeit die „Geharnischten Sonette“, mit denen ihm der dichterische Durchbruch gelingen sollte (die dann allerdings erst 1814 in Heidelberg erscheinen sollten). Zum anderen konnte er gleichzeitig seinem Freund Christian Stockmar (1787-1863) die Fertigstellung der „Fünf Mährlein zum Einschläfern für mein Schwesterlein“ vermelden.

Es mutet fast ein wenig sonderbar an, daß Rückerts Werk, von dem wahrlich niemand behaupten kann, daß es besonders kindgerecht sei, vor allem wegen seiner ‚Kinder-Gedichte‘ nicht in Vergessenheit geriet. Es ist aber zweifelsfrei Gustav Mahlers (1860-1911) Vertonungen der „Kindertodtenlieder“ – und den zahllosen Auflagen der „Fünf Mährlein zum Einschläfern für mein Schwesterlein“ zu verdanken, daß Rückerts Name im Gedächtnis der Nachgeborenen weiterlebte. Kaum ein Gedichtzyklus Rückerts konnte sich einer derart konstanten Beliebtheit seitens des Lesepublikums erfreuen wie diese fünf ‚aber-witzigen‘ Märchen für sein damals gut drei Jahre altes Schwesterchen Maria Christina Ludovika (1810-1835), dem Nesthäkchen der Familie.

Anläßlich des 200. ‚Geburtstages‘ besagter „Fünf Mährlein“ zeigt das Museum Otto Schäfer vom 26.12.2013 bis zum 12.01.2014 in Zusammenarbeit mit der Rückert-Gesellschaft e.V. und dem Stadtarchiv Schweinfurt eine kleine Sonder-Ausstellung. Darin werden nicht nur sämtliche Einzel- wie Werkausgaben der Rückertschen Märlein von 1813 bis heute präsentiert, sondern auch die multimedialen „Aufbereitungen“ des 20. Jahrhunderts wie Schallplatten, MCs und CDs – und sogar einer der ersten deutschen Zeichentrickfilme, der 1940 das „Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt“ – leider in zeittypischer Manier – in Szene setzte.

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  Samstag, 28. September bis Freitag, 18. Oktober 2013,
Theater der Stadt Schweinfurt, Roßbrunnstraße 2, 97421 Schweinfurt
 

Gustav Mahler – Die Sinfonien und Kindertotenlieder in Gemälden
Ausstellung von Peter Schmidt-Schönberg (Berlin)
Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft e.V. und des Theaters der Stadt Schweinfurt

Den Maler Peter Schmidt-Schönberg (geb. 1942) beschäftigt seit vielen Jahren die Verbindung von Malerei und Musik. Er befaßte sich bereits mit Verdi oder Strauss, zeigte seine Arbeiten in der Deutschen Oper Berlin, dem Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt und im Wiener Haus Hofmannsthal.
Anläßlich des Mahler-Jubiläums 2010/11 schuf er eine Reihe von Gemälden zu den neun vollendeten Symphonien Gustav Mahlers (1860-1911). Die großformatigen Fassungen werden nun nach Ausstellungen in Berlin und Hamburg im Theater präsentiert. Hinzu kommen fünf eigens für Schweinfurt geschaffene Bilder zu den fünf Kindertotenliedern, die Mahler auf der Grundlage der berührenden Dichtungen Friedrich Rückerts (1788-1866) komponierte. So wurden zwischen 1901 und 1905 aus den Dichtungen Lieder, die Peter Schmidt-Schönberg wiederum bildlich interpretiert. Die Grundlage aller ausgestellten Gemälde bildet jeweils die musikalische Struktur, doch scheinen in den farbgewaltigen Werken auch biographische und inhaltliche Elemente auf. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Theaters und auf Anfrage zu sehen.

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Ausstellung im Museum Otto Schäfer vom 17. März bis 14. Juli 2013
 

Mainungen: Der Main und die Literatur

Ausstellung des Kulturamts Schweinfurt in Zusammenarbeit mit der Rückert-Gesellschaft e.V.,
dem Stadtarchiv Schweinfurt und dem Museum Otto Schäfer


Der Main ist zwar kein „Schicksalsstrom“ wie der Rhein. Auch wird er weniger als dieser – oder der Neckar wegen Heidelberg – romantisierend besungen. Dennoch spielt er in Leben und Werk zahlreicher Autoren keine geringe Rolle.

In der Ausstellung werden zum einen die Literaten vorgestellt, die am Main geboren wurden bzw. vornehmlich an dessen Gestaden wirkten wie Conrad Celtis, Johann Wolfgang von Goethe, Jean Paul Friedrich Richter, Friedrich Rückert, Italo Svevo, Max Dauthendey, Leonhard Frank, C. F. W. Behl, Erhart Kästner, Paul Maar und Klaus Gasseleder.

Zum andern präsentiert sie jene Persönlichkeiten der Literaturgeschichte, in deren Leben und Werken der Main eine besondere bzw. zumindest bemerkenswerte Bedeutung hatte, wie bei Heinrich von Kleist, Karl Immermann, August Graf von Platen, Theodor Fontane, Victor von Scheffel, Hermann Hesse und Kurt Tucholsky.

Da für manchen der am Main geborenen Literaten, wie z. B. für Goethe und Rückert, dieser zeitlebens von besonderer Bedeutung war, werden deren Einlassungen breiteren Raum einnehmen.

In einer dritten Abteilung werden schließlich noch die Werke ausgestellt, die dem Main ausschließlich, oder doch zumindest hauptsächlich gewidmet sind, wie z. B. Gustav von Heeringens „Wanderungen durch Franken“ (illustriert von Ludwig Richter), Alexander Kaufmanns „Mainsagen“ oder Wolfgang Weyrauchs „Der Main eine Legende“ (illustriert von Alfred Kubin).

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