Archiv: 2010
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  Freitag, 15. Januar 2010, 19:30 Uhr
Museum Otto Schäfer, Judithstr. 16, 97422 Schweinfurt
 

Deutsche politische Lyrik im 19. Jahrhundert
Vortrag von Dr. h.c. Rudolf Kreutner (Schweinfurt)

Eine Veranstaltung der Museen und Galerien Schweinfurt in Zusammenarbeit mit der
Rückert-Gesellschaft e.V., dem Historischen Verein e.V. und der Volkshochschule Schweinfurt
Eintritt: 3,00

Der lange Weg zur „ersten deutschen Einheit“ des Hohenzollern-Kaiserreiches begann mit den Befreiungskriegen gegen Napoleon 1813-1815 und endete mit den „Reichseinigungskriegen“ von 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen Österreich und seine Verbündeten und 1870/71 gegen Frankreich, um am 18. Januar 1871 in der prachtvollen Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles seinen buchstäblich krönenden Abschluß zu finden. Die deutsche Literatur von Goethe über Heine bis Fontane begleitete diesen alles andere als geradlinigen Prozeß des „Werdens einer Nation“ von Anfang an in der gesamten Bandbreite von Euphorie bis Fundamentalkritik. Der Referent, Dr. Rudolf Kreutner, wissenschaftlicher Leiter der Rückert-Gesellschaft e.V., wird an ausgewählten Beispielen die geistesgeschichtlichen Grundlagen sowie die Haupttendenzen der „Deutschland-Literatur“ jener Zeit aufzeigen.

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  Freitag, 14. Mai 2010, 14:30 Uhr [ ! ] Rückert-Denkmal, Markt; 97421 Schweinfurt
 

Rückert-Stätten in Schweinfurt
Führung von Dr. h.c. Rudolf Kreutner (Schweinfurt)

Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem
Seniorenbüro der Stadt Schweinfurt

Noch heute erinnern in Schweinfurt zahlreiche Orte an den Dichter und Orientalisten Friedrich Rückert. In einem fünfundvierzig- bis sechzigminütigen Rundgang können Sie sich unter kundiger Führung die für das Leben und Wirken des großen Schweinfurters entscheidenden Stationen erlaufen und damit ein Stück Geschichte nacherleben (Überraschungen möglich!)

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Sonntag, 16. Mai 2010, 7:30 Uhr [ ! ]
Treffpunkt Theater, Roßbrunnstr. 2, 97421 Schweinfurt

Auf Friedrich Rückerts Spuren

– Durch die „Mainauen“ von Eltmann nach Schweinfurt
Rückert-Wanderung unter der Leitung von

Hans Schömburg
und Jürgen Hofbauer

Eine Veranstaltung des Touristenvereins
Die Naturfreunde e.V. und der Rückert-Gesellschaft e.V.


Wallfahrtskirche Maria Limbach

In einem Brief vom 9. Oktober 1827 an seine Gattin Luise geb. Wiethaus-Fischer (1797-1857) beschreibt Rückert detailliert seine Wanderung von Bamberg nach Schweinfurt, wo er an der Weinlese auf dem elterlichen Weinberg teilnehmen wollte. Aus diesem Anlaß steht in diesem Jahr die Teilstrecke von Eltmann nach Wonfurt, wo Rückert am jüdischen Laubhüttenfest teilnahm, auf unserem diesjährigen Wanderprogramm.

Wegen der An- und Rückfahrt mit dem Bus ist das Lösen einer Teilnehmerkarte ab 3. Mai in der Tourist-Information Schweinfurt 360° (im Rathaus; Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00-18:00 Uhr, Sa 10:00-14:00 Uhr) oder eine verbindliche mündliche Anmeldung (bis 15. Mai) unter der Telefon-Nr. 0 97 21 / 5 83 59 erforderlich.

Die Wegstrecke beträgt ca. 20 km (ebener Wanderweg ohne Steigungen), die Wanderzeit ca. 5 Stunden.

Teilnehmergebühr: 8,00

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Freitag, 21. Mai 2010, 19:30 Uhr
Museum Otto Schäfer, Judithstr. 16, 97422 Schweinfurt

Hans Wollschläger zum Gedächtnis

Vortrag mit Lesung von Rudi Schweikert (Mannheim)

Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft e.V.
in Zusammenarbeit mit dem
Kulturcafé des Landkreises Haßberge,
dem MUSEUM OTTO SCHÄFER
und der Volkshochschule Schweinfurt

Eintritt: 3,00 (Mitglieder 2,00)

Unser ehemaliger Vorsitzender, der Schriftsteller und Übersetzer Hans Wollschläger (1935-2007), wäre am 17. März dieses Jahres 75 Jahre alt geworden; zugleich jährt sich am 19. Mai sein Todestag zum dritten Mal.
Zur Erinnerung an diesen großen Stilisten der deutschen Sprache wird der ausgewiesene Wollschläger-Kenner Rudi Schweikert anhand des Werkes den Lebensweg von Hans Wollschläger schlaglichtartig beleuchten. Dabei wird besonders den Fragen nachgegangen, warum es den gebürtigen Mindener nach Franken verschlagen hat, und wie er zu Rückert, seiner letzten großen literarischen Leidenschaft, stieß.
Das Museum Otto Schäfer wird für den Abend eine kleine Wollschläger-Ausstellung präsentieren.

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  Samstag, 22. Mai 2010, 9:55 Uhr, Flughafen Frankfurt a. M., bis
Sonntag, 30. Mai 2010, 16:05 Uhr, Flughafen Beirut (Libanon)
 

Studienreise in den Libanon
Unter der Leitung von OStDir Stefan Völker (Bad Staffelstein)

Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft e.V.
Reisepreis pro Person: 1440,00

Auf dem Reiseplan stehen u. a. ein Besuch der Ausgrabungsstätten von Baalbek, eine Fahrt zur Kreuzfahrerburg nach Byblos mit Besuch eines maronitischen Klosters, Stadtrundfahrt in Beirut mit Besuch der Amerikanischen Universität und Gesprächen mit religiösen Würdenträgern, Besuch der Universität von Kaslik und Treffen mit dem Drusenführer Dschumblat (bzw. einem seiner Stellvertreter), Besuch des Eschmun-Tempels in Sidon, Fahrt nach Tyros, Ausflug nach Bischarri (Heimat des Dichters Khalil Gibran Khalil), Fahrt nach Tripolis und Abschiedsabend in Yachouch.

Anmeldung bei: Stefan Völker,
Balthasar-Neumann-Str. 17, 96231 Bad Staffelstein, Tel.: 0 95 73-17 70, e-Mail: stef.voelker@web.de

Laut Aussage von Herrn Völker ist die Reise bereits ausgebucht, doch besteht ja stets die Möglichkeit, daß jemand von der Reise zurücktritt; bei Interesse sollte auf jeden Fall Kontakt mit unserem Mitglied, Herrn Stefan Völker, aufgenommen werden.

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  Donnerstag, 10. Juni 2010, 19:30 Uhr, Diele des Alten Rathauses, Markt 1, Schweinfurt
 
Buchvorstellung der ledergebundenen Sonderausgabe von
Professor Dr. Hartmut Bobzins Koranübersetzung (C. H. Beck)

Vortrag und Gespräch mit:
Prof. Dr. Hartmut Bobzin (Erlangen), Ministerpräsident a. D. Dr. Günther Beckstein (Nürnberg) und
Dr. Ulrich Nolte
(München)

Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Schweinfurt


Die Neuübersetzung des Korans durch unser Mitglied Prof. Dr. Hartmut Bobzin gilt als Geniestreich, vereinigt sie doch zwei bei Übersetzungen oftmals nur schwer miteinander zu vereinende Prinzipien in sich: Philologische Exaktheit und das Bewahren von Schönheit und sprachlicher Eigenwilligkeit des Originals. „Der Lesbarkeit zuliebe hat Bobzin darauf verzichtet, den Text durch Erläuterungen zu zerreißen. Er soll flüssig lesbar sein, schließlich bedeutet das Wort Koran nichts anderes als ,Vortrag'. Über Jahrhunderte haben die Muslime ihr heiliges Buch durch Rezitation in sich aufgenommen. Um die dabei erlebte Sprachschönheit auch im Deutschen so gut es eben geht zu erhalten, hat Bobzin seine Übertragung rhythmisiert. Ein berühmter Islam-Übersetzer des 19. Jahrhunderts lässt dabei grüßen: der Dichter Friedrich Rückert, einstmals ebenfalls Orientalistik-Professor in Erlangen.“ (Vorankündigung in der Süddeutschen Zeitung vom 5. November 2009, S. 51). In Schweinfurt wird die erst zu diesem Zeitpunkt fertiggestellte ledergebundene Sonderausgabe der Bobzinschen Koranübersetzung vorgestellt. Im Gespräch mit dem Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Herrn Ministerpräsidenten a. D. Dr. Günther Beckstein, und dem Religionswissenschaftler/Lektor Dr. Ulrich Nolte werden dabei literarische, religiöse und gesellschaftliche Aspekte dieser in vielfacher Hinsicht höchst bemerkenswerten Übersetzung erörtert.


Rezension

Schweinfurter Volkszeitung, Montag, 14. Juni 2010

Den Koran verstehen
Neuübertragung des Koran in der Rathausdiele vorgestellt

Von unserer Mitarbeiterin Erna Rauscher-Steves

Schweinfurt. Der Ort der Buchvorstellung war mit Bedacht gewählt. In der Geburtsstadt des Schweinfurter Orientalisten Friedrich Rückert erläuterte Prof. Hartmut Bobzin, Professor für Islamwissenschaft und Semitische Philologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, seine Beweggründe für seine neue Übertragung des Korans.
Dass ihn vor allem die poetische Übertragung des in Erlangen lehrenden Orientalisten inspiriert hat, daran ließ Hartmut Bobzin keinen Zweifel. Im Zusammenwirken von Rückert-Gesellschaft und Stadt Schweinfurt wurde die Bedeutung der langjährigen Verbindung des Autors und Wissenschaftlers Bobzin mit dem in Schweinfurt gelegenen Rückert-Archiv deutlich.

Geist des Originals

Oberbürgermeister Sebastian Remelé bezog sich bei seiner Begrüßung auf Verse aus Rückens „Weisheit des Brahmanen“ und hob in seiner Würdigung hervor, dass Bobzins Übertragung besonders den Stil und den Geist des Originals spüren lasse.
Das zahlreich erschienene interessierte Publikum erfuhr von Hartmut Bobzins Beweggründen für die Übersetzung. Zwischen den Zeilen war die Leidenschaft zu erahnen, die dazu geführt haben muss.

Vor-Lesbarkeit

Sein Bestreben nach einer Vor-Lesbarkeit des Korans an – Qu'ran bedeutet Vortrag, der Koran lebt davon, dass er gesprochen und gehört wird – führten zwangsläufig zu der neuerlichen Übersetzung: Die bislang vorliegenden deutschen Ausgaben sind entweder teilweise unrichtig und veraltet (Henning, 1901), sprachlich holprig (Paret, 1966) oder unvollständig (Rückert), oder entsprechen nicht heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen. Der Koran soll nicht nur inhaltlich, sondern auch literarisch den berechtigt hohen Ansprüchen des interessierten Lesers genügen.
Die gebundene Ausgabe ist mit Kalligraphien des pakistanischen Schriftkünstlers Shahid Alam ausgestattet: Sie erhält durch die Wortbilder eine durchaus sinnliche Dimension, über die lyrische Kraft der Worte hinaus „Ein gutes Wort ... mag uns zugutekommen“, auch der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein bezog sich auf Rückert, als er in der Rathausdiele die dichterische Eleganz und philologische Präzision der Ausgabe Bobzins lobte. Die Übertragung sei zum rechten Zeitpunkt erschienen, da die ständige Islamkonferenz die Bedeutung des gegenseitigen Verstehens für eine gelingende Integration hervorhebt. So brachte er auf den Punkt, dass am Anfang des Verstehens die Kenntnis der geistigen Grundlagen stehen muss.
In der anschließenden Podiumsdiskussion verknüpfte der die Ausgabe betreuende Lektor, Ulrich Nolte vom herausgebenden Verlag C. H. Beck, die wissenschaftliche und Sichtweise Bobzins mit der politischen wie auch interreligiösen Dimension von Becksteins Aussagen. Die politische Verantwortung des Übersetzers, die Beachtung des historischen Kontextes und des literarischen Gehalts und nicht zuletzt die eingängige sprachliche Form – diese Aspekte seien in idealer Weise in der vorliegenden Übertragung berücksichtigt worden.
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  Sonntag, 4. Juli 2010, 19:00 Uhr, Schloß Wonfurt, Von-Seckendorff-Platz 1, 97539 Wonfurt
 
Verklärte Nacht

Konzert unter Mitwirkung von Talia Or (Sopran), Björn Lehmann (Klavier), Peter Rainer, Caroline von Bismarck (Violine), Raphael Lambacher, Guy Ben-Ziony (Viola) und Danjuto Ishizaka, Eliah Sakukushev (Cello)

Eintritt 23,00

Eine Veranstaltung des Bismarck'schen Salons Schloß Wonfurt
in Zusammenarbeit mit der Rückert-Gesellschaft e.V.


In diesem Konzert sind ausgewählte Lieder vom „Lieben und Leben“ zweier monumentaler Jugendstil-Komponisten versammelt: Gustav Mahler (1860-1911) und Arnold Schönberg (1874-1951).
Gustav Mahler war mit Alma Schindler (1879-1964) – der meistbewunderten Frau jener Epoche – verheiratet. Sie war für ihn als Muse unverzichtbar und stand ihm bis zu seinem Tode an der Seite. Im Lied „Das Urlicht“ fragt und ringt die Seele um Gott und um die eigene göttliche Existenz über dieses Leben hinaus. Anläßlich des 150. Geburtstags von Gustav Mahler am 7. Juli würdigen wir auch seine geistige Verbindung zum größten Dichter unserer Region: Friedrich Rückert. So werden wir „Ich atmet' einen linden Duft“, „Blicke mir nicht in die Lieder“ und den Rückzug aus dem Weltgetümmel in „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ erleben.
Im Anschluß mögen uns die koketten Cabaret-Lieder Schönbergs einen Hauch Berlin der goldenen 20iger Jahre herüber wehen. Mit seiner „Verklärten Nacht“ wird das Festivalpublikum aus der Verzauberung dieser Musikwelt entlassen. Schönberg schrieb das hochromantische Programmwerk 1899 bei einem Ferienaufenthalt mit dem Komponisten Alexander von Zemlinsky (1871-1942) und dessen Schwester Mathilde (1877-1923). In diese Zeit fällt auch der Beginn der Liebesbeziehung zwischen Mathilde und Arnold, die zwei Jahre später zu ihrer Eheschließung führen sollte.




  Mittwoch, 13. Oktober 2010, 19:00 Uhr, Rathausdiele Schweinfurt
 
Morgenland und Abendland – Die Geschichte der deutschen Koranübersetzungen

Vortrag von
Prof. Dr. Hartmut Bobzin (Erlangen)

Eine Veranstaltung des städt. Projekts „Gern daheim in Schweinfurt“ und der Rückert-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Schweinfurt.

Die erste Übersetzung des Korans ins Deutsche, welcher der arabische Originaltext zugrunde liegt, stammt vom Frankfurter Gelehrten David Friedrich Megerlin aus dem Jahre 1772. Allerdings waren bereits seit dem 12 Jahrhundert die Kernaussagen des Korans der gelehrten Welt aus einer Übersetzung ins Lateinische bekannt. Überhaupt muß die Geschichte der zahlreichen deutschen Koran-Übersetzungen im gesamteuropäischen Kontext betrachtet werden. Der Erlanger Koran-Experte von intentionalem Ruf, Prof. Dr. Hartmut Bobzin, der nicht nur Friedrich Rückerts Übersetzung neu herausgegeben, sondern erst kürzlich selbst eine bahnbrechende Koran-Übersetzung auf den Markt gebracht hat, wird die außerordentlich facettenreiche Begegnung des Abendlands mit dem jüngsten der drei heiligen Bücher aus dem Morgenland in seinem im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2010 angebotenen Vortrag gewohnt kenntnisreich entfalten.

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  Freitag, 26. November 2010, 19:30 Uhr,
Museum Otto Schäfer, Judithstr. 16, 97422 Schweinfurt

„Wenn Deutschland Heine nicht liebt, nehmen wir ihn gerne auf ...“
 
Lesung mit Heine-Vertonungen
von Schumann und Schubert


mit
Hans Driesel (Texte), Anja Gutgesell (Gesang) und David Reß (Piano)

Eine Veranstaltung der Rückert-Gesellschaft e.V.
in Zusammenarbeit mit dem
MUSEUM OTTO SCHÄFER

Eintritt 3,00
(Mitglieder der Rückert-Gesellschaft 2,00 )

Wenn Deutschland Heine nicht liebt, nehmen wir ihn gerne auf ... Mit diesen Worten kommentierte Alexandre Dumas 1839 die Abneigung weiter Kreise in Deutschland gegen ihren spöttischen Landsmann Heinrich Heine. Dieser hatte bereits sehr früh erfahren müssen, daß nur allzu viele seiner Zeitgenossen die von Fichte bereits 1793 geäußerte Ansicht teilten, Juden würden von ihrer Religion und Kultur abgehalten, in vollem Maße Staatsbürger sein zu können, weshalb sie bestenfalls als Staat im Staat zu akzeptieren seien und daran sollte zu seinem Leidwesen auch der 1825 aus reinem Opportunismus vorgenommene Glaubenswechsel zum Protestantismus nichts ändern. Heine befand sich also in dem Dilemma, sich [...] aufgrund seines Herkommens und seiner Bildung durchaus als Deutscher [...] zu fühlen, andererseits aber von jenen, denen er sich in vielerlei Hinsicht zugehörig fühlte, rundweg abgelehnt zu werden. Zurückweisung zu verkraften, ist für wohl niemanden einfach, doch den Narziß Heine war er sich doch selbst der liebste Dichter (Romantische Schule, S. 214f.) muß die erlebte gesellschaftliche Ausgrenzung besonders hart getroffen haben. Obgleich in dem 1831 aus freien Stücken gewählten Pariser Exil stets an seiner deutschen Herkunft festhaltend, sollte er nicht nur die gesellschaftliche Entwicklung in seinem Vaterland fortan mit beißender Kritik begleiten, sondern auch die Französischen Zustände aufmerksam beobachten.

Zur Ausstellung Paris Album 1 im Museum Otto Schäfer veranstaltet die Rückert-Gesellschaft am Freitag, den 26. November 2010, 19.30 Uhr dort einen Abend über Heinrich Heine. Anknüpfungspunkt zur Ausstellung ist der auch dort zu findende Heine-Text über das Delacroix-Gemälde Die Freiheit führt das Volk. Hans Driesel wird in Lesung und freier Rezitation ein Lebensbild Heines zeichnen und auch wie oben bereits angedeutet die Zeithintergründe näher betrachten. Die Sopranistin Anja Gutgesell (Mainfranken Theater Würzburg) singt von Schumann und Schubert vertonte Heine-Texte. Am Piano begleitet der Wernecker Pianist David Reß.

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  Samstag, 11. Dezember 2010, 10:30 Uhr,
Bibliothek der Kunsthalle Schweinfurt, Rüfferstr. 4, Schweinfurt

Jahresmitgliederversammlung der Rückert-Gesellschaft e.V.
 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen sind die Teilnehmer von den Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt zum Besuch der aktuellen Ausstellungen eingeladen (www.kunsthalle-schweinfurt.de).

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